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Fribourg: Kühe, Käse und Französisch

Wer durch die Schweiz fährt, findet in einem halb so großen Land wie Österreich gleich 4 verschiedene Landessprachen. Jus-Studentin Sophia, die via Erasmus+ an der Universität Fribourg im französischsprachigen Teil studiert, gibt uns ein paar Tipps zu wichtigen Redewendungen und wie man es vermeidet, die Schweizer Käseseele zu brüskieren.

Weitere Diaries von Sophia gibt es hier und hier.

Was ich an der Schweiz so toll finde ist die sprachliche Vielfalt! Um unserem eintönigen Wohnheim etwas zu entfliehen, war ich ein paar Tage lang mit meiner Mitbewohnerin in Morcote, wo wir in einem Bootshaus am Lugano See geschlafen und für die anstehenden Prüfungen gelernt haben. Morcote liegt in der italienischsprachigen Schweiz und hätten wir ein Boot gehabt, hätten wir auf die andere Seite des Sees nach Italien zum Abendessen fahren können… Die Pizza auf der Schweizer Seite war zwar etwas teurer, aber mindestens genauso gut!

Obwohl die Schweiz nicht direkt am Erasmus-Programm teilnimmt gibt es mit dem „Swiss-European Mobility Programme (SEMP)" eine Möglichkeit, Aufenthalte zu finanzieren und anzubieten. Somit können sich Studierende über Erasmus+ für einen Aufenthalt in der Eidgenossenschaft bewerben. Weitere Informationen zu den Austauschmöglichkeiten gibt es hier.

Auf dem Weg zurück nach Fribourg fuhren wir durch deutschsprachiges Gebiet, bis wir wieder in unserer zwischenzeitlichen französischen Heimat landeten! Verrückt, wie vielfältig ein so kleines Land sein kann!

Als ich meine ersten Tage hier verbracht habe dachte ich, dass die Menschen hier in Fribourg eventuell nicht ausschließlich Französisch sprechen würden, sondern auch einige Worte Deutsch für mich übrighaben. In dieser Hinsicht habe ich mich sehr geirrt. Egal ob Bank, Post, Apotheke, Supermarkt, man muss schon Glück haben, um auf jemanden zu treffen, der mir auf Deutsch weiterhelfen kann. So konnte ich zumindest meinen französischen Wortschatz erweitern und möchte euch heute ein paar Wörter beibringen, die wichtig sind, wenn man in Fribourg wohnt!

BOUNJOUR, UN PETIT PAIN AU CHOCOLAT S’IL VOUS PLAÎT !

Das ist, was man gerne jeden Morgen sagen würde: 'Guten Tag, ein Schokoladenbrötchen bitte!' Dazu einen Kaffee und wenn man noch einen guten Sitzplatz hat, könnte man stundenlang an einem Fenster sitzen und die Fribourger Altstadt betrachten, die sich vor einem erstreckt.

OH LA VACHE!

La vache bedeutet die Kuh und oh la vache (= du meine Güte), gibt es hier viele Kühe! Mein Wohnheim ist nicht direkt im Stadtzentrum, sondern etwas außerhalb in der Gemeinde Givisiez, wo ich nur 5 Minuten in eine Richtung gehen muss und schon auf ein Schaf, eine Kuh oder eine Ziege treffe. Großartige Gesellschaft also.

ALLEZ LA SUISSE!

Bekanntlich fand ja gerade die Fußball-EM statt und entsprechend sicherten wir uns hier immer wieder Plätze beim Public Viewing, das hier in der Nähe von uns stattfindet. Besonders spannend ist es, wenn die Schweiz am Ball ist und wir von Allez la suisse – Rufen heimbegleitet werden.

L’AMENDE

L’amende heißt übersetzt die Geldstrafe. Von einem Schweizer hat man meist das Bild eines sehr korrekten, reichen Menschen, der in den Bergen unterwegs ist und sich von Käse und Schokolade ernährt. Klischees halt! Wobei das Bild dadurch bekräftigt wird, dass wir zusammen als Gruppe schon um die 900 Schweizer Franken (also circa 820€) für Strafen zahlen mussten. Dadurch wird das Vorurteil von korrekt und reich schon mal bestätigt. Trifft leider auf uns Studenten nicht zu und wir sollten nächstes Mal nicht mehr die Nachtruhe stören, zu schnell mit dem Auto fahren oder in Wäldern wandern, die als Schutzgebiete deklariert sind.

GRUYÈRES

Gruyères ist die Bezeichnung für einen Hartkäse aus der gleichnamigen Ursprungsregion ungefähr 35 km von Fribourg.  Ce fromage (= dieser Käse) ist am häufigsten in den Supermarktregalen vertreten – und das zurecht! Ich dürfte hier aber auch nichts anderes behaupten, denn wenn das hier jemals mit einer schlechten Käse-Kritik in die Hände eines Locals gelangen sollte, darf ich womöglich nicht mehr wiederkommen.

Tour de chambre – die perfekte Idee für ein Auslandssemester?

Neben der Entdeckung des idealen Orts zum Lernen und Entspannen hatten Sophia und ihre internationalen FreundInnen eine großartige Idee, sich gegenseitig das eigene Herkunftsland vorzustellen.

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